Jury

Laut Statut der Stiftung gehören der Jury sieben Mitglieder an. Drei werden von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur • Mainz, bestellt, vier Mitglieder benennt die Stiftung. Im November 1997 trafen sich Akademie, Stiftung und Jury-Mitglieder zu ihrer konstituierenden Sitzung in Zürich.

Ehe sie über einen Preisträger abstimmen, haben die Mitglieder der Jury die Möglichkeit, sich zweimal zu treffen. Vorgesehen sind eine erste Sitzung im November jeden Jahres, der im April des folgenden Jahres eine zweite Sitzung folgt, bei der der Preisträger bzw. die Preisträgerin gewählt wird. Die Treffen finden im Sitzungssaal der Literaturklasse der Mainzer Akademie statt.

Die Jury entscheidet in nicht-öffentlicher Sitzung. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Eine schöne Bestätigung für Jury, die Akademie der Wissenschaften und der Literatur • Mainz und die Stiftung ist es, wenn die Breitbach-Preisträgerinnen und -Preisträger weitere hohe literarische Auszeichnungen erfahren. Nachdem sie bereits mit dem Breitbach-Preis ausgezeichnet waren, haben Brigitte Kronauer, Reinhard Jirgl, F.C. Delius und Marcel Beyer den Büchner-Preis und Herta Müller 2009 den Nobel-Preis für Literatur erhalten.

Ursula Krechel erhielt 2012 den Deutschen Buchpreis und Wolf Lepenies, Breitbach-Preisträger 1999, wurde 2006 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt, den Navid Kermani 2016 in Empfang nehmen durfte.

Mitglieder der Jury

Dr. Maike Albath studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Padua (Italien). Seit 1993 arbeitet sie als Journalistin beim Deutschlandfunk. Literaturkritikerin und Autorin, u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Italien. 2002 erhielt Maike Albath den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, 2006 die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer

Dr. Daniela Danz, Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Tübingen, Prag, Berlin, Leipzig und Halle. Architekturhistorische Promotion. Seit 2009 Lehrbeauftragte der Universität Hildesheim. Gastvorträge an den Universitäten Oxford, Edinburgh, Queen Mary University/London, Tübingen und Liège. Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz, Mitglied der Akademie der Schönen Künste Bayern. Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste Berlin 2018, Deutscher Preis für Nature Writing 2019, Günter Kunert Literaturpreis 2020, Lyrikpreis Orphil 2022

Dr. Andrea Köhler, nach dem Studium der Germanistik und Philosophie begann sie 1984 als freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Literaturkritik. Von 1991 bis 1994 Kulturkorrespondentin in Paris. Seit 1995 Feuilletonredakteurin der Neuen Zürcher Zeitung, dort für die deutschsprachige Literatur zuständig; sie lebt heute als Kulturkorrespondentin für die Neue Zürcher Zeitung in New York. 2000 Max Kade Critic in Residence an der Washington University St. Louis. 2003 Erste Preisträgerin des Berliner Preises für Literaturkritik

Wolfgang Mettmann hat von 1970 bis 1980 für Joseph Breitbach gearbeitet und verwaltet den literarischen Nachlass. Arbeitet freiberuflich als Korrektor für Unternehmen, Verlage und als Schlussredakteur. Mitglied des Stiftungsrates. Herausgeber der Werkausgabe von Joseph Breitbach (zusammen mit Alexandra von Plettenberg)

Andreas Nentwich studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Regensburg und Gießen. Verlagstätigkeit in Stuttgart, dann Literaturkritiker für Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung und Süddeutsche Zeitung. 1999 Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Er war Redakteur der Kulturzeitschrift du sowie der Wochenzeitschrift Sonntag und lebt als freier Kulturpublizist in Zürich

Dr. Alexandra Gräfin von Plettenberg, Studium der Geschichte und Germanistik in München.
Zwischen 1977 und 1980 Freundschaft mit Joseph Breitbach und „ständiger Gast“ in seinem Haus. Ab 1985 dramaturgische Tätigkeit für deutsche Opernproduktionen in London, Genf und Wien. Lehrtätigkeit an der Columbia University, New York. Freie Übersetzerin aus dem Französischen ins Englische und Deutsche. Herausgeberin der Werkausgabe von Joseph Breitbach (zusammen mit Wolfgang Mettmann)

Dr. Arnold Stadler hat Katholische Theologie und anschließend Literaturwissenschaften studiert. „Freier Schriftsteller“. Seit 1986 zahlreiche Publikationen. Dafür u.a. Büchnerpreis, Kleistpreis. Ordentliches Mitglied der Mainzer Akademie, der Deutschen Akademie für Sprache und Literatur, der Bayerischen Akademie für Schöne Künste. Verschiedene Poetikdozenturen. Dr. h.c. Freie Universität Berlin. (Nun auch noch Ehrenbürger der Stadt Meßkirch und seiner Heimatgemeinde Rast, einem Dorf unweit des Bodensees.)

Ehemalige Mitglieder:

Dr. Anton Krättli † – Mitglied der Jury von 1997­-2004

 

Helmut Walter Fritz † – Mitglied  der Jury von 1997­-2006

 

Prof. Dr. Clemens Zintzen – Mitglied der Jury von 1997–2012

 

Albert v. Schirnding – Mitglied der Jury von 1997–2018 

 

Prof. Dr. Norbert Miller – Mitglied der Jury von 1997 –2020

 

Dr. Ursula Krechel – Mitglied der Jury von bis 2015–2021